Jetzt ist äußerste Vorsicht geboten xD
Dies ist eine Story die aus meienr feder entsprungen ist, d.h es dreht sich um slash/ shonen-ai (gleichgeschlechtliche Liebe).

Wer also etwas gegen Schwule hat sollte sich ganz schnell von hier verziehen xD

DONT LIKE; DONT READ!

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-Wissen was wird-


1.
~Eiskalt~

Kalter regen klatschte mir hart ins Gesicht.
Es fühlte sich an wie tausende Glassplitter die sich in meine haut bohrten, so sehr brannte es.
Am ganzen leib zitternd griff ich in meine Manteltasche, suchte nach dem Haustürschlüssel doch fand ich ihn nicht.
Meine, vor Kälte steif gefrorenen Hände, tatsteten blind in der Tasche, gaben schließlich auf.
"Gott verdammte scheiße!", schrie ich und schlug mit der betäubten faust gegen die Tür.
Den schmerz nahm ich gar nicht wahr.
Heiße tränen bahnten sich ihren Weg meine Wange hinab und hinterließen auf der benetzten haut eine warme spur.
"Mensch, Tom!"
Wie durch Watte hindurch vernahm ich die stimme meines Zwillings.
Jetzt litt ich auch noch an Halluzinationen...
"Lebst du noch?"
"Nein", murmelte ich in mich hinein.
Dann kam ich endlich auf die Idee meinen blick zu heben.
Und tatsächlich, da stand Bill in der geöffneten Tür und sah mich besorgt an.
Ich quetschte mich an ihm vorbei in die Wohnung und ich wurde von einlullender wärme umhüllt.
Seufzend schloss ich die Augen und blieb auf der stelle stehen.
Ne Flasche Wodka wäre jetzt nicht schlecht...
Und eine Zigarette.
Ja, genau das wäre wirklich toll.
Wenn ich mich nur endlich wieder richtig bewegen könnte...
"To-om?"
"Ja-ha, was is'?", sagte ich in einem groben Ton und öffnete wieder die Augen.
Bill stand genau vor mir, die Arme vor der Brust verschränkt.
"Du warst über 'ne stunde da draußen, wo hast du dich denn rumgetrieben?", fragte mein Zwilling.
Von mir kam nur ein Schulterzucken, soweit ich meinen Körper wieder unter Kontrolle hatte.
"Bin rum gegangen, hab nachdacht...so was halt."
"Ach so...Einfach mal eben bei wind und Wetter rausgehen und nachdenken?"
"Ja-ha, wenn ich's doch sage!", murrte ich.
Umständlich fummelte ich an meiner Jacke rum und versuchte den Reisverschluss runter zu ziehen.
Jedoch vergeblich.
Bill seufzte und kam mir zu Hilfe, half mir aus der dicken Jacke und schmiss sie auf den Kleiderhacken.
"Du bist ja schon halb erfroren", meinte Bill und legte seine hand auf meine Wange.
"Du bist kalt!", quiekte er auf.
"Ach ne, denkst du ich war gerade in der Sahara oder was?", scherzte ich.
Ein grinsen schlich sich auf meine Lippen, doch es fühlte sich eher an wie eine starre Maske.
"Ich dachte schon du wärst sauer auf mich", sagte Bill schließlich.
"Wie kommst du darauf?"
"Du bist mir aus dem weg gegangen, hast mich angeschrieen wegen jeder Kleinigkeit, mich ignoriert...Soll ich weiter erzählen oder erinnerst du dich noch dran?"
"Ich hab nicht mein Gedächtnis verloren, du Doofie", grinste ich.
Ich wollte ihm brüderlich in die Seite knuffen, doch ich konnte nicht.
Jegliche art von Berührungen musste ich vermeiden.
Es war besser so, es ging auch nicht anders.
Immer wenn wir uns näher kamen, wenn es auch nur eine kurze, nicht bedeutende Umarmung war, flammte etwas in mir auf was ich mir nicht erklären konnte.
Ich hatte eine Vermutung, aber diesen Gedanken durfte ich nicht zulassen.
Er war zu absurd und unrealistisch...
Völlig idiotisch von mir auch nur eine Sekunde an so etwas zu denken.
Meine Güte, es konnte gefährlich werden zu denken, dass ich...-
Nein Tom, Schluss aus!
Hör auf dir darüber den Kopf zu zerbrechen!
"Äh, Tom? Wieso siehst du mich jetzt so komisch an? Hörst du mir überhaupt zu?", kam es von meinem Bruder.
"Sorry, war grad in Gedanken", nuschelte ich und senkte den blick.
"Mhm...Egal...War auch nicht wichtig", sagte Bill.
"Ich geh pennen", murmelte ich gen Boden und schlurfte an Bill vorbei, die Treppe hoch.
Ich musste meine Gedanken endlich in den Griff bekommen...


2.
Was ist los, Tom?!


Als ich wenig später endlich im Bett lag wollte ich nichts weiter als nur meine ruhe haben, doch mein lieber Bruder musste mich ja dabei stören.
Auf zehenspitzen schlich er in mein Zimmer da er wohl dachte ich würde bereits schlafen.
Er ließ sich auf meinem bett nieder und ich spürte wie seine Blicke auf mir klebten.
"Bist du wach?", fragte er und ich seufzte laut auf.
"Ja, leider", brummte ich und drehte mich auf die Seite, mit dem rücken zu Bill.
Ich hatte keine Lust wieder über mein verhalten zu diskutieren und mir auch noch ein schlechtes gewissen einreden zu lassen.
Für einen kurzen Moment hatte ich geglaubt Bill wäre aus dem Zimmer gegangen.
Doch da hatte ich mich getäuscht...
Er krabbelte neben mich aufs bett und legte sich dort hin.
"Was ist los, Tom? Bitte rede mit mir...."
Gott, merkte er nicht das er nervte?
Wütend sah ich ihn an, wollte ihn schon anschreien, aber sein Anblick machte mich irgendwie traurig...
Wie er mich ansah...
So süß, wie ein kleines Kind das maulte weil es keinen Lolli bekam.
"Guck mich nicht so an", sagte ich und zwang mich wo anders hinzusehen, doch ich war wie verzaubert...
Och ne, jetzt fing das schon wieder an, hatte ich mir nicht geschworen solche Gedanken in Zukunft zu verdrängen?
"Tommy? Bitte sag mir was ich falsch mache?", quengelte Bill weiter und riss mich somit wieder aus den Gedanken.
"Du machst einfach alles falsch! Hör mal auf mich immer mit diesem bambi-blick anzusehen und mit deinem Arsch vor meinen Augen rumzuwackeln, hör auf immer so lieb zu mir zu sein und überhaupt...du solltest mal aufhören dich so freizügig zukleiden, das macht mich ganz närrisch!", sagte ich laut.
Erst als ich die Worte ausgesprochen hatte wurde mir deren Bedeutung bewusst.
Bill hob eine Augenbraue an und sah mich fragend an.
"Äh, Tom? Was soll das? Seit wann reagierst du so auf mich? Ich meine das hört sich fast so an als wärst du...-", er stoppte und grinste.
Was grinste er denn jetzt so unverschämt?
Das war nicht lustig!
"Bist du es?", ergänzte er schließlich.
"Bin ich was?"
Bills grinsen wurde breiter. "Bist du schwul?"
Ich schluckte.
Sch-schwul? Ich? Ne!
"Was denkst du von mir? Sehe ich etwa so aus?", erwiderte ich.
"Nein, aber ich hab letztens genau gesehen wie du einem Typen auf den Arsch gestarrt hast. Aber was hat das ganze mit mir zu tun?"
Diese ewigen Fragereien!
Junge...ICH BIN NICHT SCHWUL!
Los Tom, sag's ihm!
Ähm hallo?
Wieso tut mein Körper nicht mehr das was er soll?
Und wieso, in Gottesnamen starre ich meinen Bruder gerade so an?
Tom?
Hilfe, so langsam wird's mir unheimlich!
Wie von selbst fahre ich mir lüstern mit der Zunge über die Lippen.
Bill sieht mich schweigend an.
Ich fühle wie sich meine hand in seinen Nacken legt, ganz plötzlich.
Das geht ja wohl eindeutig nicht mit rechten dingen zu!
Gedanken, schaltet euch aus!
Wieso musste ich auch so was Perverses von meinem Zwilling träumen, wie er sich nackt und stöhnend unter mir windet.
Seit diesem Traum hatte ich ständig dieses dringende Bedürfnis ihn zu küssen.
Ihn wieder nackt zu sehen, in der dusche.
Heiß und feucht.
Tom, ich glaube du bist wirklich schwul.
"Nein!", stieß ich hervor.
Bill, dessen Gesicht meinem plötzlich ganz nah war, runzelte die Stirn.
"Was nein?"
"Hö? Äh...Ich...Ach, nichts...alles bestens...", murmelte ich.
Schnell nahm ich meine hand wieder zu mir und wich ein paar Meter vor meinem Zwilling zurück.
Fast hätten sich meine perversen Gedanken zutritt zu meinem Körper verschafft, aber das würde ich garantiert nicht zulassen!
"Okay, dann lass ich dich mal in ruhe", kam es von Bill.
Fast hektisch stand er auf, konnte es wohl kaum erwarten von mir wegzukommen nach dem ich gerade kurz davor war ihn zu küssen.
Sollte mir nur recht sein!




3.
Oh du schöne Versuchung

Eigentlich hatte ich ja gehofft das ich über Nacht wieder von diesen schlimmen Gedanken geheilt werde, aber nein, eher das Gegenteil ist der fall.
Ständig diese abnormalen träume von meinem Bruder…Mal in hautengen Klamotten, mal splitternackt.
Ürgs, wie kann man mich nur so brutal quälen?
Ich strecke mich erst einmal ausgiebig, dann schlüpfe ich langsam aus meinem gemütlichen bett und machen mich auf den weg ins Bad.
Erst einmal eine schöne kalte dusche.
Ich glaube diese Abschreckung braucht mein Körper jetzt.
Ich drücke die Türklinke herunter, doch sie gibt nicht nach.
Abgeschlossen.
Wer da wohl gerade drinnen ist und sich stundenlang im Spiegel begutachtet, ist ja wohl klar.
„Bin gleich fertig!“, flötet mein Bruder aus dem bad, sichtlich gut gelaunt.
Wenige Sekunden später öffnet er auch schon die Tür.
Gott, wie kann man nur um diese Uhrzeit schon perfekt gestylt durch die Gegend laufen?
Ist mir ja fast schon etwas peinlich noch total verschlafen und in Boxershorts vor ihm zustehen.
Aber ist ja nur mein Bruder.
Ich drücke mich an ihm vorbei ins Bad wobei ich kurz seinen Körper streife.
Bill quiekt auf und weicht einen großen schritt vor mir zurück.
Verständnislos sehe ich ihn an.
Was hat er nur schon wieder?
Ist er immer noch nicht ganz klar im kopf wegen dem beinahe-kuss gestern? Halt, Tom, Nein! Das war kein beinahe-kuss, nicht einmal annähernd!
Kopschüttelnd schloss ich die Tür hinter mir und wollte meine Boxershorts ausziehen als mir eine ziemlich dicke Beule in meiner Unterhose ins Auge fiel.
Nicht das auch noch…
Es durfte ja wohl nicht wahr sein das mich diese Träume auch noch erregten!
Schnell zog ich mir die Boxershorts aus und stieg unter die Dusche.
Das kalte Wasser lief über meinen Körper und ich biss mir fest auf die Lippen um nicht aufzuschreien.
Die Kälte zeigte ihre Wirkung; meine Erregung war völlig abgeklungen.
Ich blieb noch eine weile unter der Dusche stehen, stellte schließlich wieder das Wasser aus, trocknete mich ab und ging angezogen runter in die Küche.
Bill und Mum saßen bereits dort.
„Ach, morgen Tom. Ich habe gerade schon zu Bill gesagt ,dass ich gleich nachdem Frühstück zu einer Ausstellung muss. Es könnte spät werden heute, aber ich denke das wird euch nichts ausmachen, oder?“
Von Bill kam ein unverständliches murmeln das sich verdächtig nach einem „Oh doch!“ anhörte. Na super, jetzt hatte ich meinen eigenen Bruder durch mein handeln abgeschreckt. Dabei ist doch gar nichts passiert! Was stellte er sich denn auch so an…?!
„Nö, mir macht’s nichts aus, im Gegenteil“, grinste ich und setzte mich neben Bill an den Tisch. Der hob den Blick und sah mich irgendwie misstrauisch an. Herrgott noch mal! Hatte das etwa so Zweideutig geklungen?
„Was hast du denn auf einmal?“, stellte ich meinen Zwilling zur rede.
„Die frage ist ja wohl eher was DU hast!“, gab er grob zurück.
Ich runzelte die Stirn. „Ich bitte dich, mit mir ist alles in Ordnung, wie immer…“



4.
Verlorene Kontrolle


Ganz unschuldig nippte ich an meiner Tasse Kakao.
Mum musterte uns mit gerunzelter Stirn.
"Nun dann, ich werd dann mal losfahren. Bis dann."
Sie erhob sich, drückte uns noch schnell einen Kuss auf die Wange und rauschte davon.
Als die Tür hinter ihr ins schloss fiel erhellte bedrückende stille den Raum.
Nur Bills leises schmatzen und mein schlürfen waren zu vernehmen.
Plötzlich spürte ich etwas an meinem Bein.
Dieses etwas begann sich an meine Schenkel zu reiben.
Ich ließ die Tasse auf die tischplatte sinken, wandte mich verwirrt an meinen Bruder.
Was tat bitteschön sein Bein, an meinem?
Und wieso bekam ich bei dieser Berührung eine Gänsehaut, verdammt noch mal?!
Ich öffnete den mund um etwas zu sagen, doch anstatt einem Wort, entfuhr mir ein seufzen.
"Ha, du notgeile sau!", sagte Bill, zog sein Bein wieder zurück und sah in mein immer noch verdattertes Gesicht.
"Boa, du...!", stieß ich hervor.
Bill grinste und warf mit einer Brötchenhälfte nach mir, die mich auf der Stirn traf.
"Tom ist schwul...Tom ist schwul...Tom ist schwul", sang er und stand kichernd auf.
"Halt die Klappe!", sagte ich sauer und stand ebenfalls auf, packte Bill am arm.
"Reg dich doch nicht gleich so auf! Gib’s doch endlich zu", sagte Bill und sah mich ernst an.
"Ich bin nicht schwul!", zischte ich.
Wie konnte er nur so etwas glauben?
Tz...
Ich und schwul?
Lachhaft!
"Boa...Natürlich bist du es! Du bist mein Bruder und ich bin der erste der merkt wenn du dich veränderst. Und das tust du in letzter zeit. Und jetzt weiß ich auch endlich was mit dir los ist. Du brauchst es nicht zu verleugnen! Steh doch einfach dazu!", meinte Bill und versuchte seinen Arm aus meinem festen griff zu befreien.
Wieso wollte er nicht endlich kapieren das er sich gewaltig etwas einbildete? Ich war doch gar nicht schwul...
Zumindest hoffte ich inständig das ich es nicht wahr.
Soooo sicher war ich mir da dann wohl doch nicht.
Aber das würde ich nicht zugeben.
niemals!
Noch nicht einmal vor Bill.
"Hör mal, das ist 'n ganz schön starkes stück, was du mir da gerade anhängen willst, ist dir das klar?", sagte ich mit etwas ruhigerer stimme und ließ seinen Arm los.
"Wenn du meinst. Aber wenn du nicht dazustehen willst, du Lusche", sagte Bill und wollte sich zum gehen wenden, doch ich hielt ihn blitzschnell wieder am Arm fest.
Lusche???
Er nannte mich LUSCHE???
Na warte!
Ich drückte ihn an der Schulter gegen die Wand, funkelte ihn mit meinen, zu schlitzen geformten Augen an.
Ich wusste selbst nicht was plötzlich in mich gefahren war, als ich unerwartet meine Lippen auf die meines Bruders presste.
Bill sog scharf die Luft ein und starrte mich mit weit aufgerissenen Augen an.
Ich hatte ebenfalls die Augen geöffnet, schwächte den Druck auf sine Lippen ab.
Hilfe!!!
War ich denn völlig wahnsinnig?
Ich konnte doch nicht einfach...!
Mit erhitztem Kopf löste ich mich wieder von Bill, sah ihn mit geöffnetem Mund an.
Mein Bruder blinzelte mich an, immer noch an die wand gepresst und mit einem verschreckten Gesichtsausdruck.



5.
Warum?


Mein Herz raste und es vergingen Minuten ehe Bill zu Wort kam.
"Das...du...ich...", stammelte er, immer noch wie ein verschrecktes Reh an die Wand gedrückt.
"Das ist jetzt nicht so wie du denkst!", sagte ich schnell, ging einen schritt auf ihn zu, blieb aber stehen als er sich noch enger an die Wand drückte als würde er darauf warten dass sie sich auftun und ihn verschlingen würde.
"Du...hast mich...ge-geküsst", stieß Bill hervor.
"Ja....nein! Das war kein Kuss!", erwiderte ich.
"Das war nie und nimmer ein richtiger Kuss! Ich meine, es ist doch gar nichts passiert."
"Es ist nichts passiert? Hallo, du hast gerade deine Lippen auf meine gelegt. Als was soll ich das denn bitteschön interpretieren wenn nicht als Kuss?", fuhr mich Bill aufgebracht an.
Du heilige scheiße, jetzt musste ich mir schnell irgendeine Ausrede ausdenken!
"Äh, nun ja...du hast mich halt provoziert und da ist es eben so...passiert."
"Klar, man knutscht auch einfach so aus Reflex seinen Bruder ab! Ist ja auch total normal!", schrie er hysterisch.
"So was kann halt mal passieren, 'tschuldigung. Aber jeder macht doch mal so eine...ähm...Phase der sexuellen Orientierungssuche durch", versuchte ich mich rauszureden, doch es löste nicht die gewünschte Reaktion bei meinem Bruder aus.
"Was redest du denn hier für einen Mist? Tom, ich bin dein Bruder! Dein Zwilling! Wir sind blutsverwandt, findest du es etwa normal und völlig selbstverständlich mich einfach mal so, aus heiterem Himmel, zu küssen?"
Ich fuhr mir mit einer Hand über die Stirn und sah meinen Bruder nachdenklich an.
Er hatte Recht.
Verdammt, er hatte recht mit allem was er sagte.
Es nützte doch überhaupt nichts sich hier och weiter rauszureden und ihm weismachen zu wollen das es völlig menschlich und natürlich war.
Das war es ja nicht.
Es war pervers und widerlich, was ich getan hatte.
Allein schon die Tatsache das ich von Bills nacktem Körper geträumt hatte, wie er sich unter meinen Händen wand und stöhnte...Das war doch einfach krank.
Ich war pervers.
"Bill, ich...Es tut mir leid...Ich weiß ich bin...pervers. Ich bin einfach nur abartig und widerlich", flüsterte ich mit schwacher Stimme und augenblicklich schossen mir Tränen in die Augen.
Ich konnte sie nicht aufhalten, binnen weniger Sekunden füllten sie meine Augen, hinterlassen eine brennende Spur auf meiner haut.
Ich leckte mir die salzigen Tränen von den bebenden Lippen und versank in hemmungslosem schluchzen.
Es war mir gerade so was von egal was ich hier für einen jämmerlichen Anblick bot.
Ich wollte mich einfach weiter diesem befreienden Gefühl hingeben was die Tränen, die aus meinen Augen flossen, in mir auslösten.
Eine Zeit lang stand ich einfach nur da, bis ich schließlich spürte wie Bill seine Arme um mich legte und mich sanft an sich drückte.
Seine wärme tat so unendlich gut, sodass ich den Kopf in seiner Halsbeuge vergrub und ebenfalls meine Arme um seine Hüfte legte.
Sanft wiegte er mich in seinen Armen, streichelte mir beruhigend über den Rücken.
Als mein wimmern und schluchzen ein wenig verebbt war löste er sich etwas von mir und sah mir fest in die Augen.
"Willst du mir nicht erzählen was los ist?", fragte er mit ruhiger Stimme.
Ich sog tief die Luft in meine Lungen und begann zu erzählen.
Die Worte glitten einfach so über meine Lippen und Bill hörte mir aufmerksam zu.


6.
I am Dirty!


Bereits als ich das letzte Wort aussprach und Luft holte wurde mir bewusst was ich hier überhaupt von mir gab.
Ich hatte Bill etwas anvertraut dass er eigentlich niemals hätte wissen dürfen weil es wirklich alles zwischen uns kaputt machen konnte.
Ängstlich blickte ich meinen Zwilling an, wartete auf eine Reaktion von ihm.
Doch er sagte nichts.
Sah mich einfach schweigend an und noch nicht einmal anhand seines Blickes konnte ich mir zusammenreimen was er dachte oder fühlte.
Beschämt senkte ich den Blick und starrte meine Füße an.
Waren meine Socken eher gelb oder braun?
Oder beige?
Oder von allem etwas...
"Ich weiß nicht was ich sagen soll."
Bills Stimme ließ mich innerlich in mich zusammen fahren und ich hob meinen Blick wieder um ihm in die Augen zusehen.
"Das brauchst du auch nicht", sagte ich obwohl ich das genaue Gegenteil meinte.
Wieder schwieg er.
Diesmal jedoch nicht allzu lange.
"Ich weiß das du mir die Wahrheit gesagt hast, aber ich wünschte du würdest lügen."
Ich musste hart schlucken und ließ meinen Blick wieder gen Boden sinken.
"Ich würde dir jetzt auch gerne sagen dass es nicht weiter schlimm für mich ist und dass schon wieder alles gut werden wird. Aber dann würde ich dich belügen und das will ich nicht. Also will ich ehrlich zu dir sein und glaub mir, egal was ich dir jetzt sagen werde, es hat nichts mit dir persönlich zu tun."
Wieder musste ich schlucken und ich wagte es nicht den blick zu heben.
"Es ist durchaus schlimm für mich dass du solche Sachen von mir träumst. Du kannst ja selbst nichts dafür, aber ich will nicht dass du noch auf dumme Gedanken kommst und dir nachher noch etwas einredest. Also sollten wir einen Sicherheitsabstand voneinander bei behalten. Nur solange du diese Träume und Gedanken hast. Es ist wirklich besser so", sagte Bill schließlich.
Ich nickte und ging ohne ihn anzusehen an ihm vorbei.
"Sag doch gleich dass du dich vor mir ekelst", murmelte ich betrübt.
Bills hand legte sich fest um meinen Arm und er zog mich wieder in seine Arme.
"Nein, dass tue ich nicht", flüsterte er, doch er log.
Ich spürte ganz deutlich dass er sich vor mir ekelte, aber ich wusste auch dass er es mir niemals so direkt sagen würde.
Für einen kurzen Moment genoss ich seine Brüderliche Wärme, doch schon im nächsten Augenblick wurde mir bewusst dass sie nur Gift für meine verdorbene Seele war.
Grob drückte ich Bill an der Brust von mir und stürmte aus dem haus.
Wohin wusste ich selber nicht, aber es war mir gerade ziemlich egal.
Alles war besser als bei dem Menschen zu sein der einem unbewusst wehtat.
Schon nach den ersten Metern wurde ich von schmerzender Kälte umhüllt die sich wie eine Hülle aus Eis um mich legte und die eiskalte Luft brannte in meiner Lunge die sich schmerzhaft zusammenzog.
Keuchend blieb ich stehen, stemmte die Hände in die Hüfte und schloss die Augen.

Wenig später stand ich vor einer blauen Haustür und sah auf das Schild während ich mir nervös auf die Unterlippe biss.
"Tom?"
Ein verwirrt dreinblickender Gustav stand im Türrahmen und musterte mich stirnrunzelnd.
Etwas verlegen lächelte ich ihn an. "Ähm, ja, hi Gustav", stammelte ich und suchte nach den passenden Worten.
"Also, dass kommt dir jetzt vielleicht ein bisschen komisch vor oder so, aber na ja, also ich wollte dich fragen ob ich heute bei dir pennen könnte."
Gustav hob eine Augenbraue in die Höhe.
"Was isn los? kannst du nicht zuhause pennen?", fragte er.
"Ne, das geht nicht. Und ich weiß echt nicht wo ich sonst hin soll..."
Gustav seufzte und trat dann einen schritt beiseite. "Komm rein, sonst frierst du dir hier noch den Arsch ab", meinte er und ich trat dankbar ein.
War ja nicht das erste mal dass ich bei ihm auf der matte stand.
Immer wenn es zuhause stress gegeben hatte oder ich total betrunken durch den Ort getorkelt war hatte ich bei Gustav gepennt. Er war wie die gute Seele der Band geworden, bei dem man seine Probleme abladen konnte und der einem immer und überall half. Über sich selbst redete er fast nie. Ich wusste nicht einmal ob er eine Freundin hatte oder ob er eher auf Jungs oder Mädchen stand. Es war einfach nie ein Thema gewesen worüber er offen sprach.
Gustav ging mit mir nach oben in sein Zimmer und kratzte sich kurz am Kopf. "'Tschuldigung für die Unordnung", meinte er und räumte schnell seine Klamotten vom Boden auf.
"Ach, kann ich mit leben", sagte ich und ließ mich auf seinem Bett nieder.
Nachdem Gustav das gröbste weggeräumt hatte gesellte er sich zu mir aufs bett und streckte sich.
"Jetzt erzähl mal was los ist", sagte er und sah mich abwartend an.
Wieso musste er auch so neugierig sein?
Ich konnte ihm ja wohl kaum von meinen Träumen erzählen...
"Ach, nichts besonderes...Ich hab stress mit Bill, weißt du", log ich gespielt gleichgültig und schob die schultern nach oben um meiner Gleichgültigkeit mehr gewicht zu verleihen.
"Aha. Und nur weil ihr ein bisschen stress habt kommst du bei der Kälte angerannt und willst bei mir übernachten?", fragte Gustav ungläubig und sah mich von der Seite her eindringlich an.
"Jaha! Mach dir keinen Kopf drum', es ist nichts Schlimmes...Alles super", gab ich genervt zurück und spürte sogleich wie sich meine Augen mit Tränen füllten.
Darf ja wohl nicht wahr sein, jetzt heulte ich auch noch hier rum wie ne Memme! Und das auch noch vor Gustav...
"Sieht aber nicht so aus als ob alles okay wäre", sagte Gustav ernst.
"Verdammt es ist wirklich alles in Ordnung! Mir geht's klasse!", schrie ich beinahe und war selbst überrascht über meinen plötzlichen Gefühlsschub.
Die ersten Tränen liefen über meine Wange und ich konnte sie nicht daran hindern in einem Strom aus Tränen zu enden.
Ich sah nur Gustavs Umrisse und ließ prompt meinen Kopf auf seine Schulter plumpsen.
Wie lächerlich das aussehen musste.
Ein Tom der sich an der Schulter eines Freundes ausheult.
Lächerlich...
Ich konnte schon förmlich sehen wie Gustav sich über mich Schrott lachte und sich auf dem Boden kugelte.
Aber zu meinem großen erstaunen tat er dies nicht und ich war direkt froh darüber.
Plötzlich spürte ich Gustavs hand auf meinem rücken die mich vorsichtig tätschelte weil er anscheinend nicht so recht mit einem heulenden Tom umzugehen wusste.
Auch gut, besser als wenn er sich über mich lustig machte...
Doch seine hand blieb nicht dabei mir einfach nur den rücken zu tätscheln.
Zaghaft schlüpften seine Fingerspitzen unter den Saum meines shirts und fuhren dort über die nackte haut.
Mein Tränenfluss war mittlerweile fast völlig verebbt und ich schluchzte nur noch vor mich hin.
Irgendwie taten Gustavs Berührungen gut, auch wenn sie noch so klein waren.
Umso enttäuschter war ich als er seine Hand wieder zurückzog.
"Mach bitte weiter", murmelte ich also.
"Damit?", fragte Gustav und ließ seine Hand wieder unter mein Shirt gleiten.
Ich seufzte wohlig auf. "Ja."
Seine hand fuhr ein Stückchen weiter nach oben, kroch meine Wirbelsäule nach oben und entlockte mir ein weiteres seufzen.
Ich spürte deutlich dass seine hand ein wenig zitterte, also hob ich den kopf und sah ihn wieder an.
"'Tschuldigung, ich wollt nich' dass es dir unangenehm ist. Kannst ruhig aufhören", entschuldigte ich mich und wurde etwas rot.
Gustav schüttelte leicht mit dem Kopf. "Nein, es ist mir nicht unangenehm. Wenn es dir gefällt ist es schon in Ordnung", erwiderte er und ich konnte um seine Nasenspitze herum eine leichte röte erkennen.
"Mhm", machte ich und wir sahen uns schweigend an.
Meine Güte, wie konnte ich nur so unvorsichtig sein und von ihm verlangen mich zu streicheln...
Was wenn er jetzt dachte ich wollte ihn anmachen oder so?
Aber Moment...Er war doch derjenige gewesen der damit angefangen hatte.
Und ich hatte gar nicht mal so abgeneigt darauf reagiert.
Eher im Gegenteil.
Es hatte mir sogar sehr gut gefallen.
Und ich verspürte auch keine Abneigung wenn ich mir vorstellte intimer mit Gustav zu werden....
Ich war echt nicht mehr zuretten...
Jetzt bildete ich mir auch noch ein auf Gustav zu stehen!
Dieser hatte seine Hände immer noch unter meinem Shirt und wanderte zögernd etwas weiter zu meinem bauch.
Dabei sah er mir fest in die Augen, wahrscheinlich aus Angst zu weit zu gehen.
Ich gab einen unterdrückten laut von mir und hielt Gustavs Hand fest.
"Tut mir leid, ich wollte nicht...", sagte Gustav schnell, doch ich schüttelte nur den Kopf. "Du brauchst dich nicht zu entschuldigen."
Langsam ließ ich seine hand los, ließ meine hand aber immer noch auf seiner liegen.
Schweigend sah Gustav auf meine Lippen, ließ seinen Blick wieder nach oben zu meinen Augen wandern und sah dann wieder auf meine Lippen.
Wollte er mich küssen?
Eigentlich hatte ich ja nichts dagegen.
Wollte selbst etwas weiter gehen.
Schließlich hatte ich schon eine Gänsehaut bekommen und ich fühlte ein angenehmes kribbeln in meinen Fingerspitzen.
Aber war ich schon bereit dazu weiter zu gehen?
Mir einzugestehen dass ich mich zu Männern hingezogen fühlte und höchstwahrscheinlich schwul war?
Meine innere Stimme riet mir, die Finger davon zu lassen. Ich würde auch noch die Freundschaft zu Gustav kaputt machen und wollte ich das wirklich aufs Spiel setzen?
Langsam bewegte ich mich ein Stückchen auf Gustav zu, bis sich unsere Beine berührten.
Auch Gustav kam mir ein Stückchen entgegen und ich konnte bereits seinen warmen Atem in meinem erhitzten Gesicht spüren.
Ohne noch weiter darüber nachzudenken legte ich meine, noch von den Tränen feuchten, Lippen auf die von Gustav.
Etwas erschrocken zog Gustav seine Lippen wieder zurück.
War ich doch zu weit gegangen?
Doch im nächsten Augenblick legte er sie wieder auf meine, verstärkte den Druck sogar etwas und knabberte zärtlich an meiner Unterlippe.
Das überraschte mich etwas denn ich hätte niemals gedacht dass Gustav ein so guter Küsser war!
Und noch überraschte war ich über die Tatsache dass ich es offensichtlich genoss.


7.
LuxurianCe


Meine Hände hatten sich inzwischen an Gustavs Hüfte gelegt und auch er hatte seine Hände nicht bei sich behalten können.
Sie ruhten in meinem Nacken und kraulten mich dort ein wenig.
Genüsslich schloss ich die Augen und stöhnte in den Kuss hinein.
Es war so berauschend einfach nur seine Lippen zu spüren die auf meinen lagen und sie massierten.
Ich hätte ewig so weitermachen können aber Gustav löste sich wieder von mir.
Verwirrt öffnete ich wieder die Augen und sah sofort in Gustavs Gesicht das nur wenige Zentimeter von meinem entfernt war.
„Was…Was machen wir hier eigentlich?“, fragte er.
Seine Frage holte mich zurück auf den Boden der Tatsachen und ich registrierte erst jetzt was da eben eigentlich abgelaufen war.
Ich hatte mit Gustav geflirtet!
Meinem besten Freund….
Und das auch noch als hetero…
Falls ich denn noch einer war, was ich spätestens jetzt arg bezweifelte.
„Weiß nicht. Ich glaube wir haben uns gerade geküsst“, erwiderte ich und rechnete schon mit dem schlimmsten.
Er wird mich anschreien, mich rausschmeißen, mich-…
„Seit wann stehst du auf Jungs?“, wollte Gustav wissen und unterbrach somit meinen Gedankenschwall.
„Ich steh’ nicht auf Jungs. Ich bin nur ein armseliger Heterosexueller der sich in die Welt der Homos verirrt hat.“
Oh Gott, was brabbelte ich da bloß wieder vor mich hin?
Ich redete mich noch um Kopf und Kragen.
Oder eher um Verstand und Schwanz?
„Ich meine…Verdammt, ja ich glaub ich bin schwul“, fügte ich noch hinzu.
Du meine Güte, jetzt war’s raus.
Tom hatte sich offiziell für schwul erklärt.
Mein gegenüber lächelte mich an.
„Von dir hätte ich das am allerwenigsten erwartet. Schließlich warst du doch derjenige der sich immer über Schwule lustig gemacht hat.“
Eh verdammt, hatte ich das?
„Ähem, na ja…“, murmelte ich verlegen und senkte den Blick.
„Brauch dir doch nicht peinlich zu sein dass du schwul bist.
Sieh mal, ich bin’s auch.“
Dabei grinste er mich etwas schüchtern an und fügte dann hinzu:
„Und ich stehe auch schon seit längerer Zeit auf dich.“
„Oh, deshalb hast du mich also immer bei dir pennen lassen. In der Hoffnung mich flachlegen zu können“, scherzte ich und grinste ihn an.
„Glaubst du wirklich ich bin so einer?“, fragte er und lächelte mich leicht an.
Ich zuckte mit den Schultern.
„Weiß nicht. Ich wusste ja auch nicht dass du schwul bist.“
„Ich hab dich bei mir pennen lassen weil ich dich mag, nicht weil ich das irgendwie ausnutzen wollte.“
Ein gehauchtes „Schade“, kam mir über die Lippen du Gustav sah mich irgendwie erschrocken an.
„Ist mir nur so rausgerutscht, tschuldigung“, stellte ich schnell klar.
„Ne, schon gut. Ist ja nicht so dass ich nicht wollte.“
Auweia… Wieso merkte ich nie wann Schluss war?
Gustav stand auf mich und wollte sogar mit mir schlafen.
Und ich nutzte diese Situation gnadenlos aus um mich über die Sache mit Bill hinweg zu trösten.
Oder um raus zu finden ob ich schwul war?
Ich war wirklich ein Arsch.
Aber Gustav hatte ja nicht gesagt dass er in mich verliebt war.
Er war nur scharf auf mich und ich auch auf ihn.
Das war also nur etwas Körperliches und wenn es nur etwas Körperliches war konnte ich ihm auch nicht wehtun und seine Gefühle verletzen.
Stopp, Tom, Stopp!
Gustav war ein Junge!
Und mit Jungs lief der Sex anders als mit Mädels.
Und ich hatte ja wohl noch nie was mit nem Kerl und konnte darum auch gar nicht wissen wie die es miteinander trieben…
Aber egal, dann würde ich es eben jetzt rauskriegen.
Dann hab ich’s gleich in der Praktik und nicht erst in der Theorie gelernt.
Ich sah Gustav fest in die Augen und streichelte ihm mit einer hand über den Oberschenkel.
Mein herz schlug mir bis zum hals und ich sah unsicher von seinem Oberschenkel zurück ins ein Gesicht.
„Soll ich uns ne Tasse heißen Kakao machen?“, fragte er ausdruckslos.
Wie konnte er jetzt bitteschön an Kakao denken?
„Ja, gerne“, sagte ich, obwohl ich eigentlich gerade keinen bock auf Kakao hatte.
Auf etwas Heißes ja, aber das ging in eine ganz andere Richtung...
Fast panisch, wie ich fand, richtete sich Gustav auf und eilte aus dem Zimmer.
Erst macht er mich so heiß und jetzt zieht er den Schwanz ein…
Tz…
Da musste ich wohl etwas nachhelfen.


8.

„So, bitteschön“, sagte Gustav und reichte mir eine Tasse mit dampfendem Kakao.
Mit einem „danke“, nahm ich sie entgegen und nippte vorsichtig an dem heißen Getränk.
Aus den Augenwinkeln konnte ich erkennen wie Gustav mich anstarrte.
Ich genoss seine Aufmerksamkeit in vollen Zügen, lehnte mich ein wenig zurück und nuckelte kurz an meinem Finger.
Dabei warf ich Gustav einen süffisanten Blick zu, in der Hoffnung wenigstens einen Funken Geilheit in seinen Augen erkennen zu können.
Aber nichts da.
Wo war denn der Gustav hin der mich eben noch so verlangend geküsst hatte?
Vielleicht musste man ihn ja nur ein wenig aufheizten um ihn aus der Reserve zu locken!
Langsam stellte ich die Tasse auf dem Tisch neben dem bett ab und wandte mich wieder an meinen Freund.
„Wollen wir weitermachen?“, fragte ich ihn und sah ihn dabei ganz unschuldig und lieb an.
„Womit weiter machen?“, sagte Gustav ahnungslos.
Kann ja jetzt wohl echt nichts ein dass er die Unschuldsnummer abzieht!
„Hiermit“, hauchte ich und streichelte ihm wieder über den Oberschenkel.
Gustav keuchte kurz leise auf, drückte meine hand wieder von sich.
„Das ist jetzt wirklich keine so gute Idee!“, meinte er und rückte prompt ein stück weit von mir weg.
Hallo?!
Wieso will der denn nicht?
„Ich will dich“, flüsterte ich möglichst verführerisch und setzte mich prompt auf seinen Schoss.
„Äh, Tom“, sagte Gustav etwas scheu.
„Mhm?“, machte ich, legte den Kopf schief und sah ihm tief in die Augen.
Er jedoch brach den Blickkontakt ab und schaute irgendwo hin.
Auf seine Hände, auf den Boden…Nur mich sah er nicht an!
Na vielen dank!
Der Boden war also attraktiver als ich.
„Findest du mich hässlich?“, fragte ich ihn gespielt schmollend.
Dabei zeigte ich ihm meinen besonders dramatischen Gesichtsausdruck der einfach immer seine Wirkung zeigte.
„Nein!“, stieß Gustav sofort hervor und sah mich mit großen Augen an.
„Aber du willst mich ja nicht ansehen…“, murmelte ich, senkte den Blick und fummelte am Saum seines Shirts herum.
„Das stimmt doch gar nicht! Ich finde dich wirklich sehr…hübsch.“
Wie unglaublich sexy er sein konnte wenn er so schüchtern und nervös war…
„Dann findest du mich eben nicht attraktiv genug…“, beharrte ich.
„Nein, nein…Ich finde dich wirklich sehr attraktiv.“
„Aber ich mache dich anscheinend nicht an.“
Betrübt schniefte ich auf und ließ mein Schauspiel zum Höhepunkt kommen indem ich meinen Kulleraugen Blick aufsetzte.
„Das stimmt doch gar nicht! Du machst mich schon an…“
„Du willst es ja aber nicht mit mir tun…“
Gustav seufzte. „Aber doch nur weil du mein bester Freund bist und ich denke dass es noch zu früh wäre für, du weißt schon.“
„Mhm…ganz wie du meinst …“, nuschelte ich und setzte mich wieder neben ihn.
„Bist du jetzt sauer?“
„Ne, nur enttäuscht. Ich dachte du willst es auch…“
Wieder seufzte Gustav, wie schon so oft heute.
„Ich will doch auch. Aber wir sind nur beste freunde…Und außerdem bist du eigentlich der Frauenheld. Du willst das doch gar nicht mit mir tun.“
Wieso konnten wir jetzt nicht einfach miteinander rummachen anstatt sinnlos miteinander zu diskutieren?
„Weißt du was, vergiss es einfach…“, sagte ich und stand auf.
„Du gehst?“, fragte Gustav überrascht.
„Ja“, meinte ich und wollte mich gerade in Bewegung setzten, als ich am Arm festgehalten wurde.
Etwas genervt drehte ich mich wieder zu Gustav um.
„Bitte bleib noch“, kam es von ihm.
„Ich hab aber keinen bock wieder mit dir rumzudiskutieren als hätte ich dir gerade nen Heiratsantrag gemacht der gut überlegt sein sollte. Ich wollte nur mit dir schlafen. Stell dir vor, ich wollte mein erstes Mal mit nem Typen mit dir erleben, aber wenn du das nicht zu schätzen weißt oder du keine Lust auf mich hast weil ich ja nur ein Freund für dich bin dann wäre es besser wenn ich jetzt gehe!“
Gustav ließ meinen Arm wieder los, sagte jedoch nichts.
Dafür legte er eine Hand in meinen Nacken.
Seine Finger streichelten langsam über meinen Hals und sein Kopf bewegte sich auf meinen zu.
Regungslos stand ich ihm gegenüber und wartete sehnsüchtig darauf dass sich unsere Lippen endlich trafen.
Einige Sekunden später taten sie es auch.
Fast schüchtern stupste seine Zunge gegen meine Lippen die ich sofort öffnete.
Es war ein eigenartiges Gefühl als sich unsere Zungen trafen, zumal es mein erster richtiger Kuss mit einem Kerl war.
Das bedeutete aber keinesfalls dass es mir nicht gefiel!
Ich schloss meine Augen um voll und ganz auf den Kuss eingehen zu können.
Während sich unsere Zungen immer noch verspielt liebkosten erkundete Gustav meinen Körper indem er seine Hände über meine Brust und meinen Hintern streicheln ließ und mir schließlich das T- Shirt auszog.
Meine Arme schlangen sich um Gustavs Hüfte und pressten uns dichter aneinander.
Doch ich wollte mehr von seinem Körper spüren, also zog ich ihm nun auch seinen Pulli aus der achtlos auf dem Boden neben meinem Shirt landete.
Zufrieden drückte ich mich wieder an ihn und genoss das angenehme Kribbeln das sich nun durch meinen Körper zog.
Ich konnte mich nicht daran erinnern jemals ein so starkes Kribbeln bei solchen Berührungen gespürt zu haben…
Gustav ließ mir jedoch keine zeit genauer darüber nachzudenken
Sanft aber bestimmend drückte er mich aufs Bett, legte sich vorsichtig über mich und verteilte kleine Küsse auf meinen Hals.
Dabei blies mir sein heißer Atem in den Nacken sodass ich kurz aufstöhnen musste.
Wie machte er das nur mich mit so einfachen Mitteln zu erregen?
Die Frage schwirrte in meinem Kopf umher und ließ mich nicht mehr los.
Doch als Gustavs Lippen meinen Hals verließen und nun über meine Brust wanderten beschloss ich meine Gedanken ganz auszuschalten und mich nur noch auf das fühlen zu konzentrieren.
„Tom?!“
Entsetzt riss ich die Augen auf und Gustav sprang, völlig aus dem Konzept gebracht, von mir runter.
Im Türrahmen stand mein lieber Bruder Bill der uns nun beide völlig entgeistert anstarrte.
„Das meinte Frau Schäfer also als sie mir geraten hat vorher lieber anzuklopfen“, sagte Bill und ich fuhr mir verlegen durch die Haare.
Dass gerade er uns hier erwischen musste…
„Ähm, Bill, also…Was gibt’s?“, stammelte Gustav
„Ich wollte nur sehen ob Tom bei dir ist. Aber wie ich sehe hätte ich mir überhaupt keine Sorgen machen brauchen. Er amüsiert sich ja anscheinend prächtig, wie immer“, sagte Bill in einem monotonen Tonfall.
„Bill, das war jetzt nicht so geplant…Es hat sich so…ergeben“, versuchte ich zu erklären und blickte unsicher zu Gustav hinüber.
„Bei dir ergibt sich alles immer einfach so…Genauso wie sich bei dir immer alles um Sex dreht. Das ist nun mal so…Und ich hatte noch ein schlechtes gewissen wegen dem was ich dir gesagt habe. Dabei hat es dich ja blendend amüsiert mich so zu verarschen.“
„Das ist doch überhaupt nicht wahr!“, protestierte ich.
Wie konnte er nur so was denken?
So mies war ich wirklich nicht um meinem Bruder so etwas vorzuspielen…
„Ich versteh überhaupt nichts mehr…Was war denn los zwischen euch?“, mischte sich Gustav ein und sah uns beide fragend an.
„Frag doch am besten Tom. Der wird es dir wohl am besten erklären können“, zischte Bill und sah mich wutentbrannt an.
„Fick dich doch zu Tode du…du Mistschwein!“, schrie mich Bill an und stampfte aus dem Zimmer.
Etwas verdattert schüttelte ich den kopf.
Dann stand ich auf und rannte meinem Zwilling hinterher.
Der konnte mich doch jetzt nicht einfach so zur Schnecke machen und dann abhauen!
„Bill, bleib sofort stehen!“
Widerwillig drehte er sich auf dem Treppenabsatz wieder um und sah mich genervt an.
„Was soll das ganze? Ich hab dir doch die Wahrheit gesagt! Wieso glaubst du jetzt auf einmal ich würde dich nur verarschen? Ich würde dir so etwas niemals antun“, sagte ich.
„Ach ja? Erst vertraust du mir so etwas an und dann steigst du gleich mit Gustav in die Kiste…“, erwiderte Bill säuerlich.
„Wo liegt denn da das Problem? Ich hab mit Gustav geredet und dann ist meine schwule Ader mit mir durchgegangen und ich hab ein bisschen mit Juschtel rum gemacht… Wieso regst du dich darüber so auf?“





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